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Kunstturner-Vereinigung des Kantons Solothurn - KVKSO

25 Jahre Magnesianerklub

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In 25 Jahren hat der Klub fast zwei Millionen gesponsert.
25 Jahre besteht der Magnesianerklub und 50 Jahre die Carrosserie Liechti+ Co in Bellach. Gemeinsam wurden diese Jubiläen am Freitag gefeiert.

Gemeinsam mit 70 Teilnehmenden feierten der Magnesianerklub, der aus Sponsoren der Kunstturnervereinigung des Kantons Solothurn besteht, und der Familienbetrieb Carrosserie Liechti ihre beiden Jubiläen im Bellacher Unternehmensgebäude. Hans, Walter und Rosmarie Liechti hatten – als Magnesianer-Mitglieder mit viel Herz fürs Kunstturnen – zum Anlass eingeladen. «Unser Klub, für den es in der gelungenen Vernetzung von Turnfreunden, Gewerbe und Industrie nichts Vergleichbares gibt, ist das finanzielle Rückgrat für den Kunstturnsport im Kanton Solothurn», stellte der seit 22 Jahren amtierende Magnesianer-Präsident Alois Moser wesentliche Ziele vor.
Der Klub umfasst 121 Angehörige als Privatmitglieder und Firmen. Beiläufig erwähnte er die immerhin 1,8 Mio. Franken, die der Klub seit 25 Jahren ins Kunstturnen investiert hat. Moser ehrte in Hugo Dürrenmatt, Bruno Huber, dem Verein TV Kaufleute, Felix Lehmann, Moritz Messerli und der Firma Müller/Marti treue Klubangehörige der ersten Stunde. Mit berechtigtem Stolz hielt er fest, dass die Kunstturner im Kanton erfolgsmässig zu den drei besten schweizerischen Verbänden gehörten. Mit 58 Titeln an Schweizermeisterschaften und 197 Medaillen sowie der Teilnahme an internationalen Wettbewerben sieht diese Bilanz sehr beachtenswert aus.

Vize-Schweizermeister zu Gast

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand als Aushängeschild für den solothurnischen Kunstturnsport der an diesem Tag just 22-jährige Turner Benjamin Gischard (Herzogenbuchsee). Selber aus einer Turnerfamilie stammend, nahm er schon als fünfjähriger Knirps den Weg nach Solothurn auf sich, weil hier eine solide Förderung junger Talente angeboten wurde. «Ich bin hier gross geworden», erläuterte er im doppelten Sinn.Er habe sich als Heranwachsender gut in Organisation und Betreuung aufgehoben gefühlt. Dank dieser Basis ist er Mitglied im Nationalkader, sammelte Erfolge und Titel als Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Rio, an Schweizer-, Europa und Weltmeisterschaften. Nach seiner Matur im Sommer hat er die Sportler-Rekrutenschule absolviert und jetzt seinen Wohn- und Trainingsplatz in Magglingen gefunden.Er trainiert rund 28 Stunden wöchentlich, hat Vertrauen zu seinen beiden dortigen Trainern, die mit ihm den Einbau neuer Elemente in seine Lieblingsdisziplinen Sprung, Boden, Pferd erarbeiten. Nächste Woche geht es für den Vize-Schweizermeister schon weiter an den Weltcup im deutschen Cottbus. Neben seiner Karriere mit «Spass am Sport» plant er auch seine berufliche Zukunft mit einem Jus- oder BWL-Studium – vermutlich in Bern, wo er beste Erinnerungen an die letztjährige EM hat. Atemlos verfolgte das Publikum in Filmsequenzen, wie sich das Kunstturnen bezüglich Optik und Schwierigkeitsgraden in den letzten 25 Jahren weiterentwickelt hat.Das Solothurner Turnwunder zur Schulung von Spitzentalenten und einem breiten, gegenwärtig 70-köpfigen Nachwuchs wurde wesentlich durch die 2006 eingeweihte eigene Kunstturnhalle, die bekannte Raiffeisenhalle im Cis-Areal mit Anlagekosten von 1,35 Mio. Franken, begründet. Auch dazu haben die Magnesianer ideell und finanziell beigetragen. Im regionalen Leistungszentrum wirken vier Profi- und vier nebenamtliche Trainer, bei Bedarf ein Sportarzt und Physiotherapeut, um eine bestmögliche Ausbildung anzubieten. Tino Ettore, Präsident der kantonalen Kunstturnvereinigung, dankte allen Klubmitgliedern und besonders ihrem ideenreichen Präsidenten Alois Moser für die jahrzehntelange Unterstützung.

von Gundi Klemm — az Solothurner Zeitung
Bericht Solothurner Zeitung

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