• Home
  • Rückblick: EM aus der Sicht von zwei Solothurnern

Kunstturner-Vereinigung des Kantons Solothurn - KVKSO

Rückblick: EM aus der Sicht von zwei Solothurnern

Share
2017 EM Rumänien Gischard CortiAn der EM in Cluj Ende April standen neben unserem Turner Benjamin Gischard zwei weitere Solothurner im Einsatz.
Danilo Corti unterstützte das Nationalkader als Physio und Peter Dürrenmatt nahm am Kampfrichtertisch Platz.
Wie die beiden die historisch gute EM erlebt haben, erzählen die zwei im Interview.

Interview mit Danilo


-Du warst als Physio ein wichtiger Teil des EM Erfolgteams. Wie hast du die EM «im Hintergrund» erlebt?

Ich finde es sehr angenehm „im Hintergrund“ zu arbeiten. Ich habe als Physio ein sehr fokussiertes und motiviertes EM Team gesehen. Die gesamte Delegation war immer gut gelaunt und die Stimmung war gut. Man versucht als Staff den Athleten möglichst alles was irgendwie geht abzunehmen, damit sie sich nur auf das Turnen konzentrieren können.

-Als Physio hofft man natürlich auf wenige Einsätze. Wie oft und in welcher Form wurdest du von den Turnern in Anspruch genommen?

Ich hatte zum Glück keinen grossen, akuten Einsatz. Es blieben alle mehr oder weniger verletzungsfrei.

Hauptsächlich ist man als Physio ein bisschen das „Mami“ der Turner. Man schaut, dass sie während dem Wettkampf genug essen und trinken und hat deshalb Essen und Trinken dabei, bereitet Tapes vor und überwacht die Regeneration. Ansonsten melden sich die Athleten, wenn sie etwas benötigen.

Die längsten Tage sind das Podiumstraining und der Qualifikationswettkampf. Ich war bereits mit der ersten Subdivision unterwegs (8.00 Uhr Bus) mit welcher wir so um 13 Uhr ins Hotel zurückkehrten. Daraufhin folgten Massagen und Eisbad, bevor es um 16 Uhr mit der Subdivision 3 weiterging. Der 2. Wettkampf der Schweizer dauerte bis 21 Uhr und auch hier folgen Massagen und Eisbad.

Trotz allem gab es kleinere Zwischenfälle wie zum Beispiel eine Zerrung in der Qualifikation am Mittwoch oder eine leichten Nackenstarre am Freitag vor den Gerätefinals.

Sehr viel zu tun hatte ich mit Jämi (Benjamin Gischard), auch bereits im Vorfeld da er sich am Weltcup in Doha das Aussenband am Fuss anriss. Ich bin sehr froh, dass wir zusammen mit dem Arzt einen schmerzfreien Wettkampf und Jämi zwei gute Sprünge realisieren konnte. Leider hat es für den Final mit Rang 12 nicht gereicht.

-Wie hast du das historische Ergebnis des Doppelgewinns erlebt?

Der schöne Teil des Physiotherapeuten im Gegensatz zum Arzt ist, dass man immer auf dem Wettkampfplatz ist und alles direkt miterlebt. Somit durfte ich auch beim Doppelsieg direkt anwesend sein, mitfiebern und als einer der ersten gratulieren. Natürlich hatte ich Tränen in den Augen und konnte mich dann schnell in den Hintergrund zurückziehen.

-Weisst du schon wann du das nächste Mal mit dem Nationalkader in den Einsatz ziehen darfst?

Wann genau ist noch unbekannt. Aber das Ziel des Verbandes ist mich weiterhin für Grossanlässe einzusetzen. Es war ein Pilotversuch welcher sich als sehr positiv herausgestellt hat. 


Interview mit Peter
2017 EM Duerrenmatt


-Du warst ja schon an grösseren Anlässen als Kampfrichter im Einsatz. War es deine erste EM? Wie hast du den Anlass erlebt?

Ja, es war dies meine erste EM. Der Anlass war super organisiert und auch das Publikum war sehr zahlreich vor Ort und sehr fair und fachkundig. So macht es natürlich umso mehr Spass die erste EM zu werten. Dazu kommen noch die super Erfolge des CH-Teams, was diese erste EM für mich sicherlich unvergesslich machen wird.

-Wo warst du alles im Einsatz? Warst du zufrieden mit deinen Einsätzen?

Ich war in der Qualifikation und im Mehrkampffinal als E-Kampfrichter am Pauschenpferd im Einsatz. Zudem durfte ich in den Gerätefinals noch als E-Kampfrichter am Pferdsprung werden. Mit meinen Einsätzen bin ich sehr zufrieden. Ich bin glücklich, dass ich bei meiner ersten EM so oft im Einsatz stand.

-Wie hast du das historische Ergebnis des Doppelgewinns erlebt?

Für die Kenner der Szene war bereits im Vorfeld klar, dass unsere beiden Jungs Pablo Brägger und Oliver Hegi Top-Chancen auf Medaillen am Reck haben. Schlussendlich muss man jedoch seine Leistung auch im richtigen Moment abrufen können. Dies ist an diesem Tag beiden Turnern optimal gelungen. Es war sehr schade, dass der letzte Turner beim Abgang böse gestürzt ist. So konnte man sich nicht gleich über den Doppelerfolg freuen.

-Weisst du schon wann es das nächste Mal ins Ausland geht?

Anfang November wird es nach Holland an den U17-Länderkampf NED-BEL-ITA-SUI gehen.

Drucken E-Mail